Kritik an der Vollsperrung der Verdener Landstraße

Veröffentlicht am 12.08.2014 in Kommunalpolitik

Mehr LKWs auf der Celler Straße werden befürchtet - (c) SPD-Stadtratsfraktion Nienburg

Die SPD-Ortsratsfraktion Erichshagen-Wölpe kritisiert die geplante Vollsperrung der Verdener Landstraße und die dabei vorgesehenen Verkehrsmaßnahmen.

Überrascht und besorgt reagierten alle Mitglieder des SPD-Fraktion im Ortsrat Erichshagen-Wölpe, als vor kurzem intern über die Vollsperrung und mögliche Umleitungen berichtet wurde. Nun wurden im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung Details über die Verkehrsmaßnahmen, die drei Monate andauern sollen, bekannt. Eine öffentliche Beteiligung der Ortsräte war nicht erfolgt, wie Fraktionsvorsitzender Gerd Dreppenstedt Gerd Dreppenstedtkritisierte: „Hier sind aber alle Bürgerinnen und Bürger in Erichshagen-Wölpe massiv betroffen.“

Trotz Hinweisen in der Ferne wird nach Meinung der SPD der Großteil der LKW weiterhin durch Nienburg und dabei über Wölper Straße sowie Celler Straße fahren. Dazu kommt eine beträchtliche Zahl an PKW, die trotz Angebot über die Wilhelmshöhe auch diesen Weg fahren werden. Dies wird das Abbiegen aus den Wohngebieten auf die Hauptstraßen, vor allem nach Links, deutlich erschweren.

Ein Kreisel ist zur Verbesserung des Verkehrsflusses und zur Reduzierung von Abgasen sinnvoll, auch müssen marode Leitungen beseitigt werden, daher unterstützt die SPD dessen Bau. Kritisch ergänzte Erichshagen-Wölpes stellvertretender Ortsbürgermeister Klaas Warnecke:Klaas Warnecke „ Aber das Straßenbauamt hat im Vorfeld immer von einer halbseitigen Sperrung gesprochen und jetzt wird außerhalb der Ferien eine solche Belastung erzeugt.“

Eine Vollsperrung hätte zumindest über die Sommerferien erfolgen sollen und nicht danach, um die Auswirkungen zu verringern. So würde jetzt die Gefährdung der Schüler erhöht, meint Dieter Klötzing. Dieter KlötzingSchleichwege der Autos durch Wohngebiete kreuzten Schulwege  und an den Hauptstraßen brächten mehr Verkehr sowie Anlieger mit Ausfahrtproblemen weitere Risiken für die kleineren Verkehrsteilnehmer.

Die schwierige Anfahrtssituation in Erichshagen-Wölpe und fehlende Laufkundschaft in Holtorf seien auch für die Unternehmen in den Ortsteilen problematisch. Die SPD-Fraktion hofft, dass die drei Monate auch tatsächlich eingehalten werden und ein früher Winter nicht zu existenzbedrohenden Verlängerungen führt.

Befürchtet wird auch, dass auf Wölper und Celler Straße durch die starke Beanspruchung neue Schäden entstehen, die dann erst wieder durch weitere Baumaßnahmen behoben werden können.

Nach Ansicht der SPD-Fraktion hätte man mit längerer Planung auch andere Maßnahmen überlegen können, wie zum Beispiel ein Bypass am Nordring, auch wenn dies das Projekt teurer gemacht hätte. Dem entgegen stehen die jetzt auflaufenden Folgekosten und die aufgezeigten Probleme.

 
 

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