Seniorenbeirat soll kommen und Kindertagesstättenkonzept umgesetzt werden

Veröffentlicht am 07.08.2014 in Kommunalpolitik

Im Sprotte wurde über Kindergärten, Spielplätze und Seniorenbeirat beraten - (c) SPD-Stadtratsfraktion

Viele Themen rund um die Kindertagesstätten in der Stadt beschäftigten den Ausschuss für Jugend, Soziales und Sport nach dem Besuch des Außengeländes der Kindertagesstätte "Arche Noah". Daneben wurde über den Spielplatz Moorstraße und die Freiwilligenagentur beraten. Aber auch der Seniorenbeirat war wieder Diskussionsthema.

Außengelände „Arche Noah“

Zu Beginn der Ausschusssitzung wurde das Außengelände des Kindergartens in der Lehmwandlung besichtigt. Im Zuge der Sozialen Stadt wurden Kindergarten und Außengelände vor rund 9 Jahren komplett umgestaltet. Aber vor allem der Hügel im Zentrum der Anlage ist nur eingeschränkt nutzbar und die Mauern aus großen Steinen sind für die Kinder eine Gefahr. Daher wollten Verwaltung und die Kindertagesstättenleiterin die Politik auf die Probleme aufmerksam machen, da Beträge für die gewünschte Umgestaltung in den Haushalt für 2015 eingestellt werden sollten. Ein Konzept wurde bereits mit Unterstützung des BUND erarbeitet.

Weiterentwicklung Kindertagesstätten

Einen Antrag der Lebenshilfe zur Einrichtung einer neuen Integrationsgruppe in der Kindertagesstätte „Kleine Krähe“ wurde vom Ausschuss abgelehnt, da in anderen Einrichtungen noch freie Plätze sind. Die SPD-Fraktion bedauerte den Antrag abzulehnen, aber über Bedarf sollten, auch aufgrund der Kosten, keine neuen Plätze geschaffen werden.

In der Folge des Kindertagesstättenkonzepts der Stadt Nienburg sollen nicht mehr benötigte Nachmittags-Gruppen aufgelöst werden. In St. Martin besteht für eine Gruppe kein Bedarf mehr, so dass der Ausschuss die Auflösung empfahl. Gleichzeitig wurde der bisher hier zugeordnete Notfallplatz für das Nienburger Frauenhaus für eine Vormittagsgruppe vorgesehen. Für die SPD ist das Vorhalten eines solchen Platzes wichtig, um Frauen in Notlagen Freiraum zu schaffen, wie Sabine HartungSabine Hartung bereits in der Fraktion betonte.

Aufgrund der Diskussion im Ausschuss erhielt die Verwaltung den Auftrag zu prüfen, ob es über den einen Platz hinaus durch die tatsächliche Belegung im Frauenhaus nicht einen Mehrbedarf gebe.

Um vor allem den Bedürfnissen von Berufstätigen entgegenzukommen, wurden in den Kindertagesstätten Holtorf und St. Michael am Morgen beziehungsweise am Freitagnachmittag zusätzliche Betreuungszeiten geschaffen. Da diese Punkte bereits im Gesamtkonzept enthalten waren, war die Entscheidung bereits von der Verwaltung getroffen worden.

Spielplatz Moorstraße

Zusammen mit dem Bündnis für Familie hat die Verwaltung die Spielplätze im Stadtgebiet auf ihren Zustand und den Bedarf überprüft. Der Spielplatz an der Moorstraße wurde nach Angaben der Verwaltung schon länger nicht mehr genutzt und es gibt im Umfeld auch nur noch wenige Kinder im entsprechenden Alter. Daher waren schon vor einiger Zeit die Spielgeräte abgebaut worden.

In der Diskussion hinterfragte die CDU/FDP-Gruppe, ob die Spielplatz nicht erst ungenutzt sei, seitdem die Spielgeräte abgebaut sind und forderte die Geräte im Zweifelsfall zu ersetzen. Klaas WarneckeKlaas Warnecke wies darauf hin, dass ein Aufbau neuer Geräte nicht möglich sei, da die CDU/FDP für den Haushalt 2014 eine drastische Kürzung der Mittel für Spielgeräte gegen die Stimmen der SPD durchgesetzt hatte.

Zusammen mit dem Beschluss forderte dann der Ausschuss von der Verwaltung weitere Analysen für die anderen Spielplätze in der Stadt, um je nach Bedarf Plätze abzubauen oder auch neu zu schaffen.

Freiwilligenagentur

Nach dem Tätigkeitsbericht der Freiwilligenagentur konnten in 2013 20 Menschen in eine freiwillige Aufgabe vermittelt werden. Auch wurden weitere Bürgerinnen und Bürger sowie mögliche Anbieter informiert über die Möglichkeiten für Freiwillige.

Von Seiten der CDU/FDP-Gruppe wurde hinterfragt, ob sich die Arbeit bei den Zahlen lohnen würde und ob ohne Förderung der Stadt ein weiterarbeiten möglich sei. Die Verwaltung sieht derzeit noch keine Möglichkeit die Agentur ohne Unterstützung arbeiten zu lassen. Die SPD-Fraktion begrüßt die Arbeit der Agentur, da man „nicht nur in Sonntagsreden über die Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit“ reden solle. Auch eine weitere finanzielle und logistische Hilfe durch die Stadt ist nach Ansicht der SPD zur Steigerung und Erhaltung des Erfolgs notwendig.

Seniorenbeirat

Zum wiederholten Mal befasste sich der Ausschuss mit der Einrichtung eines Seniorenbeirats, den die SPD stets unterstützt hatte. Aber die anderen Fraktionen hatten mit Ablehnung und Vertagungen ebenso regelmäßig die Schaffung dieser Vertretung verhindert.

Die Grundlagen der Arbeit des Seniorenbeirats sind in den Leitlinien für die Seniorenarbeit geregelt, die vom Ausschuss empfohlen wurden.

Anja AltmannAnja Altmann erklärte, dass man jetzt endlich ein Ergebnis erreichen will und daher sei die SPD auch für die kostengünstigere Delegiertenwahl, obwohl man die Urnenwahl weiterhin als die demokratischste Wahlform ansehe.

Die Grünen forderten die Verschiebung der Wahl um weitere Kosten zu sparen. Dies lehnten SPD wie auch CDU/FDP ab. So wurde mehrheitlich die Seniorenbeirats-Wahl empfohlen.

 
 

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