Vielseitige Innenstadt-Gestaltung

Veröffentlicht am 21.07.2014 in Kommunalpolitik

Einer der inzwischen angelegten Themengärten an der Langen Straße - (c) SPD-Stadtratsfraktion Nienburg

Schwerpunktthema der letzten Stadtentwicklungsausschusssitzung war die Innenstadt. Themengärten, Befahrbarkeit, Bebauung an der „Arbeitsamtskreuzung“, Einzelhandelsentwicklungskonzept, örtliche Bauvorschrift und Generalgrünplan wurden teilweise intensiv diskutiert.

Bebauung an der Arbeitsamtskreuzung

Vor einigen Wochen war aufgrund des Rücksprungs zwischen den beiden obersten Stockwerken, der im Ausschuss als zu gering beurteilt wurde, die Aufstellung des Bebauungsplans „Am alten Friedhof“ verschoben worden. Nun legte der Investor mit Grafiken ein Modell des geplanten Gebäudes an der Spitze zwischen Bismarck- und Verdener Straße vor. Hierauf war der Rücksprung deutlicher zu erkennen, als ursprünglich eingeschätzt und in einigen Teilen war er auch größer als die 0,75 m, die in der Diskussion waren.

Daher hatte die Verwaltung den Beschlussvorschlag angepasst und vorgeschlagen, dass der kleinere Rücksprung in einigen Teilbereichen erlaubt sein soll. Die neuen Pläne wurden von allen Fraktionen als ausreichend eingeschätzt und so wurde der neue Beschlussvorschlag dann einstimmig empfohlen.

Positiv wurde bei dem Entwurf auch bewertet, dass die Anbindung an die geplante Fahrradstraße in der Bismarckstraße berücksichtigt werden soll.

Themengärten

Wenige Wochen, nachdem im Arbeitskreis Innenstadt das Thema wieder in die Diskussion gebracht wurde, wurde nun die Schaffung der Gärten im Ausschuss empfohlen.

Es sollten drei Gärten an der Langen Straße entstehen, die von den Gärtnereien gesponsert und gepflegt werden sollen. Ein Abbau wird zum Altstadtfest erfolgen. Mehr Grün wird die Innenstadt spannender gestalten und zum verweilen einladen, wie SPD-Ratsherr Rainer MandtRainer Mandt in der Fraktionsberatung betonte.

Das Diakonische Werk hatte vor kurzem mit einem eigenen Gartenprojekt am Gemeindehaus St. Martin begonnen und möchte nun am Weserwall in der Nähe des Weserschlösschens auch mit einem Themengarten beginnen. Sofern Fördermittel realisiert werden können, sollen auch noch an anderen Punkten in 2015 Gärten unter dem Thema „Elemente“ entstehen. Bei Punkte wurden im Ausschuss einhellig befürwortet.

Die SPD hofft auf regelmäßige Themengärten in den kommenden Jahren, damit die Innenstadt bunter wird.

Befahrbarkeit der Innenstadt

Nach Absprache auch mit den Vertretern der Geschäftsleute im Arbeitskreis Innenstadt soll die Befahrbarkeit der Langen Straße am Tag in einem Teilbereich (s. Karte) eingeschränkt werden. Dabei sollen von 11:00 bis 18:00 Uhr keine Autos, also auch kein Lieferverkehr oder Taxis, in diesen Bereich einfahren.

Anja AltmannAnja Altmann betonte in der SPD-Fraktion, dass dies nur ein erster Schritt ist und man mit diesem Test eine längerfristige Lösung vorbereiten.

 

Im Ausschuss kritisierten die Grünen massiv die vorgeschlagene Bitte an die Fahrradfahrer abzusteigen. Ausschussvorsitzender Klaas Warnecke berichtete, dass im Arbeitskreis einhellig eine solche Maßnahme für mehr Rücksichtnahme unterstützt worden war und es ausdrücklich kein Fahrverbot geben solle. Fahrradfahrer seien erwünscht, man erhoffe sich aber rücksichtsvolleres Verhalten, speziell gegenüber den Fußgängern.

Anschließend wurde die Sperrung für den Kfz-Verkehr einstimmig und die Bitte zum Absteigen der Radfahrer gegen die Stimmen der Grünen empfohlen.

Einzelhandelsentwicklungskonzept

Auf Antrag der SPD-Fraktion hin war im letzten Jahr von der CIMA ein Entwicklungskonzept für die Innenstadt vorgelegt worden, dass verschiedene Maßnahmen beinhaltet, die auch im Arbeitskreis Innenstadt behandelt werden und eine Stärkung von Einzelhandel verbunden mit einer Aufwertung des Stadtkerns haben.

Die Verwaltung bat nun um eine formelle Beschlussfassung, um die Inhalte zum Beispiel bei Bebauungsplanverfahren berücksichtigen zu können. Dies bedeute aber nicht, dass die vorgeschlagenen Punkte genauso umgesetzt werden müssen; hier ist eine Einzelabwägung notwendig.

Örtliche Bauvorschrift

Vor allem die neueren Baustoffe und die Veränderungen bei der Gestaltung von Werbeanlagen lassen sich nicht mehr mit der bisherigen örtlichen Bauvorschrift für die Innenstadt regeln. Daher schlägt die Verwaltung eine neue Fassung vor, die teilweise sehr detaillierte Einzelvorgaben enthalten soll.

Die Vorlage soll in den Fraktionen näher vorgestellt werden und wurde daher erst einmal vertagt.

Generalgrünplan

Vor einigen Jahren hatte die Verwaltung den Generalgrünplan erarbeitet, um eine mögliche Neugestaltung der Innenstadt und ihres Umfelds vorzuschlagen. Dabei sollten historische Gegebenheiten wieder erkennbar werden und eine attraktive Begrünung der Altstadt erreicht werden.

Nach Vorberatungen war der Plan in den Arbeitskreis Innenstadt verwiesen worden.Da dieser sich inzwischen nur auf die zentralen Einkaufbereiche in seinen Beratungen konzentrieren will, hatte Klaas WarneckeKlaas Warnecke angeregt den Plan wieder im Stadtentwicklungsausschuss zu beraten, da auch die Randbereiche der Innenstadt und das Umfeld nach Meinung der SPD in ihrer Attraktivität gesteigert werden sollten.

Im Ausschuss wurden nun die betreffende Teile des Generalgrünplans vorgestellt und eine Prioritätenliste für die weitere Bearbeitung aufgestellt. Dabei sollen zuerst der Weserwall und der Bürgermeister-Stahn-Wall in den kommenden Monaten beraten werden.

 

 
 

Homepage SPD-Fraktionen in Nienburg

Teilen und verlinken

Wahl 2016

Fraktionen in Nienburg

Europa

Landtag

Grant Hendrik Tonne, Mitglied des Niedersächsischen Landtags

Eltern in der Politik

Sonntags gehören Mutti und Vati uns

Vorwärts - Nachrichten